Gut drei Jahre sind die ersten Beschlüsse zum Freiraumkonzept und zur Machbarkeitsstudie „Landesgartenschau Kamp-Lintfort“ alt. Eine Bewerbung wurde seinerzeit zurückgestellt, da das Bergwerksgelände in 2017 noch nicht zur Verfügung stehen kann. Dies sieht jetzt jedoch anders aus: Als konsequente Fortsetzung des Masterplanprozesses sehen Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt und der Geschäftsführer der RAG Montan Immobilien GmbH, Prof. Dr. Hans-Peter Noll, die Bewerbung um die Landesgartenschau 2020. „Einen besseren Zeitpunkt gibt es nicht. Die aus dem Wettbewerb hervorgegangene Masterplanung liegt vor und die Arbeiten des RAG Konzerns für die Neunutzung des Zechengeländes sollen bis 2018 abgeschlossen sein. Die Landesgartenschau bietet die einmalige Chance zu einem riesigen Entwicklungssprung für das Bergwerksareal und für ganz Kamp-Lintfort“, betont Christoph Landscheidt.

Für Kamp-Lintfort ist das Thema nicht neu. Die Stadt hatte bereits im Jahre 2011 mit breiter Zustimmung der Politik eine  Machbarkeitsstudie für eine zukünftige Landesgartenschau unter dem Titel „Kamp-Lintfort blüht auf“ an den  Kamp-Lintforter Landschaftsarchitekten Reinders in Auftrag gegeben. Mit dieser Studie liegt bereits eine ausgezeichnete Grundlage für die Bewerbung vor. Das Landesgartenschaukonzept verbindet über den Wandelweg die zwei historischen Wurzeln der Stadt: das Kloster und die ehemalige Zeche Friedrich Heinrich. An beiden Orten können gärtnerische Leistungsschauen, Veranstaltungen und unterschiedlichste Aktivitäten stattfinden.

Die RAG Montan Immobilien GmbH als heutiger Flächeneigentümer einer der beiden konzeptionellen Schwerpunkte steht als wichtiger Partner zur Seite. Mit dem Instrument der Gartenschau kann das bedeutendste Stadtentwicklungsprojekt - Masterplan Bergwerk West - aus freiraumplanerischer Perspektive in Angriff genommen werden. „Für die Adressbildung und Vermarktung eines neuen Wohn- und Arbeitsstandortes ist eine attraktive Grünflächengestaltung, wie es die Landesgartenschau erwarten lässt, ein Riesenvorteil“ unterstreicht Projektleiter Hermann Timmerhaus.

Der Stadtentwicklungsausschuss soll in seiner heutigen Sitzung grünes Licht für die Erarbeitung einer Bewerbung geben.