Flyer, Bürgerveranstaltung, Neujahrsempfang, studentischer Wettbewerb – in der Stadt Kamp-Lintfort stehen alle Zeichen auf Landesgartenschau. Nach dem Startschuss für die Bewerbung durch den Rat im September arbeitet die Verwaltung mit Hochtouren an einer PR-Offensive, um Stadt und Bürger zu begeistern und mit ins Boot zu holen. Erste Ideen und Ergebnisse präsentiert sie heute (09.12.) dem Rat der Stadt in seiner letzten Sitzung.

Flyer und Internetseite legen in einem ersten Schritt die Motivation der Stadt für die Bewerbung dar. „Die Landesgartenschau ist eine immense Chance für Kamp-Lintfort: für die lokale Wirtschaft, den Tourismus und natürlich für die Bürgerinnen und Bürger“, betont Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt. Zusammen mit dem Ersten Beigeordneten Dr. Christoph Müllmann und mit Kämmerer Martin Notthoff will Landscheidt in den kommenden Wochen und Monaten intensiv in der Stadt die Bewerbungstrommel rühren. „Für den Zuschlag ist nicht allein entscheidend, ob wir ein überzeugendes landschaftsplanerisches Konzept haben, sondern ob wir in der Stadt dafür begeistern können. Das ist wie bei einer Olympia-Bewerbung: wenn man die Menschen nicht hinter sich hat, nützen einem die tollsten Ideen nichts“, so Landscheidt mit Blick auf die gescheiterte Bewerbung Münchens für die Olympischen Winterspiele 2022 im letzten Jahr. Der Neujahrsempfang des Bürgermeisters am 11. Januar 2015 steht daher ganz unter dem Motto „Landesgartenschau-Bewerbung 2020“.

Arena zur Landesgartenschau am 05.02.2015

Um die Bürgerinnen und Bürger mitzunehmen, greift die Verwaltung auf Etabliertes zurück: das für den Masterplan Bergwerk West entwickelte Beteiligungsverfahren, bestehend aus zentralen Veranstaltungen („Arenen“), einer eigenen Publikationsreihe und dem Online-Bürgerforum. Die erste Arena findet am 05. Februar 2015 statt. Die Moderation übernimmt Prof. Kunibert Wachten vom Planungsbüro Scheuvens+Wachten, der auch für die Masterplan-Arenen verantwortlich zeichnete. Landschaftsplaner Johannes Reinders vom Büro Reinders LandschaftsArchitekten bdla wird erste Überlegungen präsentieren, was zwischen Kamper Berg, Wandelweg und ehemaliger Bergwerksfläche alles entstehen könnte. „Wir wollen in der Landesgartenschau die geschichtliche Entwicklung vom ersten Zisterzienserkloster auf deutschsprachigem Boden hin zur Bergbaustadt abbilden und frei nach dem Motto „Kloster – Kohle – Campus“ den Weg in die Zukunft aufzeigen“, so der Bürgermeister.

RAG Montan Immobilien und Hochschule Rhein Waal als wichtige Partnerinnen

Wichtige strategische Partnerinnen und Unterstützerinnen für die Bewerbung sind die RAG Montan Immobilien GmbH und die Hochschule Rhein-Waal. „Für die Adressbildung und Vermarktung eines neuen Wohn- und Arbeitsstandortes ist eine attraktive Grünflächen- und Umfeldgestaltung ein Vorteil“, betont Projektleiter Hermann Timmerhaus die Bedeutung einer Landesgartenschau für Kamp-Lintfort. Studierende des Studiengangs „Information and Communication Design“ erarbeiten in diesem Wintersemester unter Leitung von Prof. Christoph Zielke ein Logo sowie einen dazugehörigen Slogan für die Landesgartenschaubewerbung. Das Logo wird wesentlicher Bestandteil des visuellen Erscheinungsbildes der Bewerbung.

Weitere Partner und Unterstützer wollen jetzt gewonnen werden: „Nutzen Sie die Gelegenheit, ein so einmaliges Projekt mit zu begleiten und bringen Sie sich ein“, appelliert Landscheidt an seine Kolleginnen und Kollegen im Rat.