2015 01 11 neujahrsempfang sml

Begeisterung steckt an - das konnte Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt heute (11.01.) beim traditionellen Neujahrsempfang der Stadt Kamp-Lintfort unter Beweis stellen. Vor rund 500 geladenen Gästen aus Hochschule, Politik, Wirtschaft, Kirchen, Vereinen und Verbänden nutzte Landscheidt die Veranstaltung als ersten großen öffentlichen Aufschlag zur Bewerbung um die Landesgartenschau 2020. Dazu hatte er sich tatkräftige Unterstützer eingeladen: Michael Esken, Bürgermeister der Stadt Hemer und Landesgartenschauexperte mit Erfahrung aus drei Gartenschauen (Paderborn - Gronau - Hemer) sowie Prof. Hans-Peter Noll, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien GmbH, die große Teile des Bergwerks West als Flächeneigentümerin in die Gartenschau einbringt. Radio K.W. Chefredakteur André Fritz führte durch den Vormittag.

"Hier geht es nicht um eine Blümchenschau oder eine attraktive Großveranstaltung, sondern um nachhaltige Stadtentwicklung", betonte Landscheidt die Intention für die Bewerbung. Während der Podiumsdiskussion erläuterte er die Besonderheiten des Kamp-Lintforter Konzeptes. Das geplante Landesgartenschaugelände umfasst die beiden historischen Wurzeln der Stadt: das Kloster Kamp und das Bergwerk West. "Damit wollen wir den geschichtlichen Wandel unserer Stadt abbilden und frei nach dem Motto "Kloster - Kohle - Campus" den Weg in die Zukunft aufzeigen", so Landscheidt. Das Bindeglied zwischen diesen beiden Flächen bildet der Wandelweg, der die historische Entwicklung räumlich erfahrbar macht.
Barocke Gartenarchitektur und reizvolle Industriekulisse

Mit Kamp und der Bergwerksfläche sind zwei sehr unterschiedliche Veranstaltungsflächen vorgesehen. Kleinteilige, klassisch gärtnerische Themengärten spiegeln das barocke Ambiente des Klosters Kamp wider. Hier soll der Ruhepol der Gartenschau liegen. Das Gegenstück bildet die Industriekulisse des ehemaligen Zechengeländes. Vorstellbar ist ein großflächiger Park, der sich aktuellen Fragestellungen wie dem Klimaschutz, produktiven Parklandschaften, Trendsportarten und dem Thema Bewegung widmet. Eine große Veranstaltungsbühne hätte ebenfalls ihren Standort auf dem Zechenareal.

"Eine Landesgartenschau bedeutet nicht nur Investitionen in Freiraumgestaltung, oder Infrastruktur, sondern sie eröffnet vor allem Möglichkeiten zu einer ganz neuen Beteiligungskultur, einem neuen Wir-Gefühl", fasste Michael Esken die Erfahrungen aus Hemer zusammen. Auch Hans-Peter Noll betonte nochmals, dass mit der Gartenschau langfristig ein großer Schritt für die Stadtentwicklung getan wird: "Wir haben gemeinsam mit der Stadt einen sehr ehrgeizigen Zeitplan ins Auge gefasst. Die Umsetzung des Masterplans Bergwerk West wird damit immens beflügelt."

Fazit des Vormittags: Ein Bürgermeister, der mit seiner Verwaltungsmannschaft und seinen Unterstützern für das Thema brennt und viele angeregte Diskussionen im Anschluss beim gemütlichen Teil im Foyer. Die erste große Bürgerveranstaltung findet unter dem Titel "1. Öffentliche Arena Landesgartenschau 2020" am 05. Februar in der Stadthalle statt.