Ein akustisches und visuelles Meer aus Blumen präsentierte sich gestern (09.06.) den Bürgerinnen und Bürgern in der Kamp-Lintforter Stadthalle. An die 300 Interessierte waren der Einladung von Stadt und RAG Montan Immobilien GmbH zur 2. Öffentlichen Arena um die Landesgartenschaubewerbung gefolgt. Das Interesse an der Bewerbung und die Begeisterung der Bevölkerung sind ungebrochen. Das stellten auch Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt und Hermann Timmerhaus, Projektleiter der RAG Montan Immobilien, fest: "Einzigartige Flächen, ein aussagekräftiges Konzept und engagierte Bürgerinnen und Bürger, die hinter uns stehen - was brauchen wir mehr, um die Bewerbungskommission im Oktober zu überzeugen?"

Stadt und RAG Montan Immobilien haben das Bewerbungskonzept so gut wie fertig gestellt. Am 23.6 fällt der Rat der Stadt den Durchführungsbeschluss zur Landesgartenschau und zur Abgabe der Bewerbungsunterlagen in Düsseldorf. Landschaftsarchitekt Johannes Reinders präsentierte den Gästen die Änderungen im Veranstaltungskonzept und stellte die wesentlichen Ergebnisse des Mobilitäts- und des Marketingkonzeptes vor. Entgegen der ersten Planungen wird es für den Anreiseverkehr einen zentralen Anlaufpunkt geben - am Bergwerk West mit zwei Großparkplätzen. Von dort aus geht es zu Fuß über den Wandelweg, mit dem Rad oder dem Shuttlebus zum Kloster Kamp. Mit der zentralen Stellplatzanlage wird Verkehr in der Innenstadt und in Kamp vermieden. Die beiden Großparkplätze am Bergwerk West sind so dimensioniert, dass sie für den normalen Besucherstrom an Werktagen und an den meisten Wochenenden ausreichen. Bei den wenigen Großveranstaltungen und an besonders gut besuchten Wochenendtagen stehen weitere Parkplätze zur Verfügung. Wie viele Besucherinnen und Besucher Kamp-Lintfort letztlich anlocken kann, hängt von vielen Faktoren ab, nicht zuletzt dem Wetter im Sommer 2020. Aus diesem Grund liegen dem Marketingkonzept drei verschiedene Besucherszenarien zugrunde. Die Nähe zu den Ballungsgebieten an Rhein und Ruhr sowie zur belgischen und niederländischen Grenzregion schafft hervorragende Voraussetzungen. Doch Kamp-Lintfort kalkuliert zunächst zurückhaltend mit rund 560.000 Besucherinnen und Besuchern. "Werden es mehr, freuen wir uns natürlich um so mehr", so Bürgermeister Landscheidt.

Ein emotionaler Höhepunkt des Abends war die Vorstellung des Landesgartenschau-Songs "Meer aus Blumen". Stilistisch angelehnt an die Musik von Andreas Bourani, quittierte das Publikum den mitreißenden Song mit begeistertem Applaus. Weitere Strophen des Songs texten Kamp-Lintforter Jugendliche in den kommenden Wochen bei einem Workshop im Jugendkulturverein ka-LIBER. Bei der Beachparty am 8.August hat der Song offiziell Premiere mit einem eigens dafür ins Leben gerufenen Projektchor. Zum krönenden Abschluss der Arena ließen die Bürgerinnen und Bürger Blumen sprechen: alle Gäste formten auf dem Parkplatz vor der Stadthalle ein etwa 4 mal 3 Meter großes Ja aus Blumen. Plakativer kann die Zustimmung zur Landesgartenschau wohl kaum ausfallen.
Weitere Termine

Am 24. Juni steht das 2. Treffen des Förderkreises an. Hierzu lädt die Verwaltung alle Mitglieder des Förderkreises und auch neue, interessierte Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Unternehmen ein. Um Anmeldung per Mail an landesgartenschau@kamp-lintfort.de wird gebeten.

Alle Interessierten, die sich gerne am Projektchor beteiligen möchten, können sich mit dem Stichwort "Chor" unter der gleichen E-Mailadresse melden. Der Chor probt am 24. Juni und am 29. Juli, jeweils von 17.00 bis 18.00 Uhr im Georg-Forster-Gymnasium. Die Generalprobe findet am 5. August voraussichtlich auf der Wiese am Panoramabad statt, ebenfalls von 17.00 bis 18.00 Uhr.