Am vergangenen Wochenende war es endlich soweit: Insgesamt 27 Kamp-Lintforter Gärten öffneten am Samstag (01.08.) und Sonntag (02.08.) ihre Tore und luden die Menschen ein, die kleinen und großen Paradiese zu besuchen.

Die Aktion wurde durch eine Arbeitsgruppe des Förderkreises Landesgartenschau 2020 ins Leben gerufen und organisiert. "Mit dieser eigenen kleinen Gartenschau wollen wir die Bewerbung der Stadt Kamp-Lintfort für die große Gartenschau 2020 unterstützen und dafür werben", berichtete Mitorganisator Stefano Heitmann. Und dieses Ziel schien aufgegangen zu sein. "In vielen Gärten waren bis zu mehrere hundert Besucherinnen und Besucher", so Heitmann. Und die kamen nicht nur aus Kamp-Lintfort: Interessierte Gartenfreunde aus Oberhausen, Aachen und der ganzen Region waren angereist.

Bei sonnigem Wetter machten sich insbesondere am Sonntag viele Menschen meist mit dem Fahrrad auf den Weg, die vielfältige Gartenlandschaft der Stadt zu erkunden: ob Kräutergarten und Weinberg am Kloster Kamp, den 17.000 qm großen Garten von Familie Joos in Hoerstgen oder einen der liebevoll gestalteten Gärten in der Beamtensiedlung. Zusätzlich zu ihren Gärten hielten nahezu alle Gastgeberinnen und Gastgeber kleine Erfrischungen für ihre Gäste bereit. So zum Beispiel auch Johannes Reinders und Henrike Scriverius in ihrem verwunschenen Garten am Rande des Dachsberges. Ganz in Anlehnung an das Vorbild englischer Gartenveranstaltungen reichten Reinders und Scriverius kleine Gebäckstücke, so genannte Scones, mit frischer Sahne und Erdbeermarmelade. Ein Muss bei vielen Besucherinnen und Besuchern: das Wasserschloss Dieprahm. Die 30.000 qm große Anlage befindet sich in Privatbesitz und ist sonst nicht öffentlich zugänglich.

Auch Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt, Erster Beigeordneter Dr. Christoph Müllmann sowie Kämmerer Martin Notthoff ließen es sich nicht nehmen, möglichst viele der offenen Gärten zu besuchen. "Es ist überwältigend zu sehen, was sich in Kamp-Lintfort allein durch die Bewerbung zur Gartenschau entwickelt hat und mit wie viel Engagement die Menschen die Stadt in ihrem Vorhaben unterstützen", so Landscheidt, „und wenn man das mit einer so schönen Aktion wie dieser machen kann, ist das umso besser." Eine Fortsetzung der Aktion ist, laut den Organisatorinnen und Organisatoren, für die kommenden Jahre geplant.