2015 06 23 ratssitzung laga beschluss sml

Statt einem "Meer aus Blumen" konnte man in der heutigen Ratssitzung (23.06.) ein Meer aus T-Shirts sehen: Alle Ratsmitglieder sowie die Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung erschienen in einem Landesgartenschau-T-Shirt. Plakativer konnte die Unterstützung nicht ausfallen. Der heutige Beschluss wurde damit zu einem formalen Akt. "Ich bin begeistert von dieser Einigkeit und Geschlossenheit, mit der Rat und Verwaltung hinter der Landesgartenschaubewerbung stehen", betonte Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt, "das zeigt noch einmal deutlich, dass wir alle bereit und willens sind, die Chance Landesgartenschau zu ergreifen."

Einstimmiger Beschluss zur Landesgartenschaubewerbung

Der Kamp-Lintforter Stadtrat sagt einstimmig "Ja" zur Landesgartenschaubewerbung.

Henrike Scriverius und Johannes Reinders vom Büro ReindersLandschaftsarchitekten bdla präsentierten im Rat das abschließende Konzept für die Veranstaltungsbereiche und stellten darüber hinaus auch die Ergebnisse vom Mobilitäts- und vom Marketingkonzept vor. Mit der Vorstellung der Planungen für den Investitions- und Durchführungshaushalt wurde das finanzielle Engagement erstmalig deutlich: Die Planer gehen von Gesamtinvestitionen in Höhe von 16 Millionen Euro aus. Der Löwenanteil mit rund 10 Millionen Euro schlägt für das Gelände des Bergwerks West zu Buche. Mit rund 25 Hektar Fläche handelt es sich um den größten Veranstaltungsbereich. Der Durchführungshaushalt ist mit 9,6 Millionen Euro kalkuliert und refinanziert sich im Wesentlichen durch die Eintrittsgelder. Dennoch ist mit einer kommunalen Unterdeckung zu rechnen. "Es wäre vermessen, mit einer schwarzen Null für den Durchführungshaushalt zu kalkulieren. Der Mehrwert, der sich für die Stadt aufgrund des erwarteten Imagegewinns und der zügigen Entwicklung der Zechenbrache ergibt, ist viel höher anzusetzen als unser kommunaler Eigenanteil", so Landscheidt. Die Bewerbung setzt insbesondere auf Nachhaltigkeit und langfristige Investitionen in grüne Infrastruktur. Das bedeutet, dass auch nach einer Gartenschau ein Großteil der Flächen erhalten bliebe.

Die Kamp-Lintforter Landesgartenschaubewerbung ist längst zum Stadtgespräch geworden, auch über die Stadtgrenzen hinweg. Mit zwei so unterschiedlichen Veranstaltungsbereichen wie dem Kamper Berg und dem Bergwerk West wird für die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Gelände geboten. Diesen Eindruck unterstrich auch Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien: "Ein gutes Konzept ist eine Sache. Was mich allerdings vor allen Dingen beeindruckt, ist das große Engagement der Kamp-Lintforterinnen und Kamp-Lintforter, dass sich insbesondere im Förderkreis zeigt."

Die Verwaltung stellt derzeit die Unterlagen final zusammen und wird sie mit einer Kamp-Lintforter Delegation Ende August persönlich an Umweltminister Remmel in Düsseldorf übergeben.