2016 09 28 pm arena 3 nach sml

Eutin, Öhringen, Bayreuth - mit Bildern der diesjährigen Landesgartenschauen in Schleswig-Holstein, Baden-Würtemberg und Bayern stimmte die Stadt Kamp-Lintfort gestern (27.09.) die Bürgerinnen und Bürgern in der Kamp-Lintforter Stadthalle ein. Nach zwei öffentlichen Arenen in der Bewerbungsphase setzt die Stadt das erfolgreiche Veranstaltungsformat "Arena" fort. Bei der dritten Öffentlichen Arena zur Landesgartenschau 2020 informierte sie erstmals seit dem Zuschlag umfassend über die gegenwärtigen Planungen. Rund 150 Interessierte waren der Einladung von Stadt und RAG Montan Immobilien GmbH gefolgt.

Das Interesse in der Bevölkerung an der Landesgartenschau ist nach wie vor hoch. Das unterstrich auch Fördervereinsvorsitzender Wolfgang Roth, der gemeinsam mit Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt auf die vergangenen Monate zurückblickte. "Aktuell kratzen wir an der 400er Marke", informierte Roth und warb gleichzeitig für neue Mitglieder. Neben der Gründung der Landesgartenschau GmbH standen auf Seiten der Verwaltung vor allem die Akquisition von Fördermitteln sowie die strategische Marketingausrichtung in der ersten Jahreshälfte im Vordergrund, berichtete Christoph Landscheidt.

Landschaftsarchitekt Christian Jürgensmann, der mit seinem Büro plan b alternativen aus Duisburg für das Wettbewerbsmanagement verantwortlich zeichnet, erläuterte den Bürgerinnen und Bürgern die Aufgabenstellung sowie die Herausforderungen für die Teilnehmer. "Trotz sehr unterschiedlicher Teilflächen gilt es, für die Landesgartenschau ein Gesamtkonzept mit rotem Faden zu erarbeiten."

Thema in der anschließenden Diskussionsrunde mit dem Publikum: der Bahnanschluss. "Wir sind zuversichtlich, dass es für den Veranstaltungszeitraum der LaGa einen Pendelverkehr von Duisburg über Moers nach Kamp-Lintfort geben wird. Nach wie vor haben wir keine Zusagen vom Land und vom VRR, ab wann es diesen Pendelverkehr über 2020 hinaus dauerhaft und damit einen Bahnanschluss für Kamp-Lintfort geben wird", so Landscheidt.

Mit Spannung darf auch das langfristige Konzept für den Zechenpark erwartet werden. Denn die RAG Montan Immobilien stellt 2020 Flächen temporär zur Verfügung, die nach Abschluss der Gartenschau in Wohnbau- und Gewerbeflächen umgewandelt werden sollen. Herausforderung für die 35 Landschaftsarchitekturbüros: Lösungen und Konzepte für das Ausstellungsjahr sowie in der Dauernutzung zu finden. Freuen dürfen sich die Kamp-Lintforterinnen und Kamp-Lintforter auf jeden Fall: viele Spiel- und Bewegungsflächen sowie die meisten Grünanlagen werden dauerhaft für die Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung stehen.