Zukünftiger Zechenpark


Das unzugängliche Bergwerksgelände der Zeche Friedrich-Heinrich wird durch die Landesgartenschau in einen blühenden, vorwiegend barrierefreien Park verwandelt, der allen Bürgerinnen und Bürgern und Gästen der Stadt Kamp-Lintfort auch lange nach dem Großevent noch als attraktives Naherholungsgebiet zur Verfügung steht wird. Die konzeptionelle Planung des gesamten Landesgartenschau-Geländes übernimmt das Landschaftsarchitektenbüro bbzl aus Berlin, das den Landschaftsarchitektenwettbewerb im Januar 2017 für sich entschieden hat.

Die Planung zum Gelände, zur Bepflanzung und zur Gestaltung des Quartiersplatzes nehmen immer konkretere Züge an und geben dem Bergwerksgelände nach und nach ein neues Gesicht. Für jeden der drei Bereiche des zukünftigen Landesgartenschaugeländes sind unterschiedliche Maßnahmen geplant, die den zukünftigen Gästen und Besuchern ein Lächeln auf die Lippen zaubern sollen.

Vom Bergwerksgelände zum Zechenpark


2017_Zeche_2_Frank Reinert
Zechenpark

Der Zechenpark präsentiert sich 2020 als moderner Stadtpark. Er ist grüne Kulisse für die künftige städtebauliche Entwicklung und bietet auf ca. 25 Hektar viel Raum für Bewegung, Erholung und Aktivitäten. Eine große, in Nord-Süd Richtung verlaufende Quartierspromenade führt die Besucher zum zentralen Platz. Als Ort der Begegnung ist er auch die Bühne für viele Veranstaltungen der Landesgartenschau. Wahrzeichen des neuen Quartiersplatzes sind der monumentale „Förderturm“ und das historische „Stahlgerüst“.

Das Motiv der Halde wird durch das im Zentrum des Parks liegende, begehbare Landschaftsbauwerk aufgriffen. Offene, blühende Wiesenflächen mit einzelnen Gehölzen laden zu Picknick, Spiel und Sport ein. Zur Großen Goorley hin werden die Gehölzflächen dichter und kleine Ruheinseln bieten Gelegenheit zur Entspannung.

Erlebnisachse Wandelweg


2017_Wandelweg_2_Frank Reinert

Der ca. 2,7 Kilometer lange Wandelweg verbindet den Zechenpark und die Innenstadt mit dem Kamper Gartenreich. Neuangelegte Fuß- und Radwege begleiten hier den Wasserlauf der Großen Goorley und treffen am Kloster Kamp auf die Fossa Eugeniana. Die Entwicklung vom ersten Zisterzienserkloster auf deutschen Boden bis hin zur Bergbaustadt wird so auch räumlich erlebbar. Lassen Sie sich überraschen! Wer diese Reise im Zeitraffer erfahren möchte, kann natürlich auch den Shuttlebus nehmen und die Stationen des Wandels an den Informationstafeln im Eingang zum Kamper Gartenreich studieren.

Kamper Gartenreich


2017_Kloster_3_Frank Reinert

Die Gärten des Klosters Kamp sind eine herausragende Gartenanlage, rekonstruiert nach historischem Vorbild auf historischem Boden. Der nach barockem Vorbild angelegte „Alte Garten“ mit Staudenrabatten, Blumen und Nutzpflanzen sowie der „Obstgarten“ prägen den Eingangsbereich dieses Landesgartenschauparks. Hier befinden sich eine kleine, archäologische Ausgrabungsstätte und das Haus der Imker. Der Weg hoch zum Abteiberg führt durch die neuen Paradiesgärten und lockt mit Einblicken in den versteckt liegenden Weinberg und mit schönen Ausblicken auf Kamp-Lintfort bis hinüber zum Zechenturm.

Der Terrassengarten mit skulpturalen Gehölzen und einer zentralen Treppenanlage schafft eine spannungsvolle Verbindung zwischen dem Geistlichen und Kulturellen Zentrum Kloster Kamp am Abteiplatz und dem unterhalb liegenden Barockgarten. Rechteckige Schmuckbeete und eine zentral gelegene Brunnenanlage mit erfrischenden Wasserfontänen laden zum Lustwandeln ein. Zwei Orangerien bieten Platz für Events und Informationen rund um die historischen Funde und die Geschichte des Klosters.