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Foto: Reinhard Schmeer, Vorsitzender von fair/rhein, Heinrich Sprerling, Laga-Geschäftsführer und Lutz Hartmann, Schatzmeister von fair/rhein

Es ist einer der ersten Ausstellerverträge, den die Landes-gartenschaugesellschaft abschließt, so Heinrich Sperling. Der „Verein zur Förderung des Fairen Handel(n)s am Niederrhein e. V.“ – kurz fair/rhein – kam Ende vergangener Woche in die Laga-Geschäftsstelle, um diese wichtige Unterschrift zu leisten.

Schatzmeister Lutz Hartmann hält eine dicke rote Mappe in den Händen – den Förderantrag, an dem die Akteure von November 2018 bis Februar 2019 gearbeitet haben. Nicht immer mit gleichem Optimismus, wie Reinhard Schmeer, der Vorsitzende von fair/rhein zugibt. Viele Sponsorenbriefe habe man geschrieben, der Eigenanteil müsse schließlich aufgebracht werden bei einer Förderung. Doch seit Anfang Juli ist die Bewilligung zugesagt und mit der Unterschrift unter den Ausstellervertrag nun auch die Finanzierung gesichert.

Träger des Weltgartens ist das Eine-Welt-Netz Nordrhein-Westfalen

„Jetzt wird es ernst“, sagt Schmeer und lächelt. „Und sicher spannend“, fügt er an. Ein wesentlicher Teil der Finanzierung kommt von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW (SUE). Das Geld ermögliche, dass eine pädagogische Vollzeitkraft und zwei Teilzeitkräfte bezahlt werden können, die 2020 während der Laga vor Ort im Weltgarten sein sollen, um Gruppen und Gespräche zu führen. Träger des Weltgartens ist das Eine-Welt-Netz Nordrhein-Westfalen.

Das Team von fair/rhein stehe jetzt vor „zwei wichtigen Aufgaben“, so Hartmann. „Erstens die Arbeitsplanung für den Bau des Gartens und – fast noch wichtiger – zweitens das Gewinnen von Ehrenamtlichen für die Besetzung des Beitrages während der Öffnungszeiten der Laga!“ Die Begrünung des Außengeländes neben dem vom Eine-Welt-Netz gemieteten Pavillon wolle der Verein bereits im Herbst angehen. Aus seiner Sicht werde das bei aller Vorfreude „ein spannendes und an-strengendes Jahr 2020 – wir haben mit der Unterschrift jetzt sozu-sagen die Genehmigung, am Bergsteigen teilzunehmen“, so Hartmann.

Landesgartenschaugeschäftsführer Heinrich Sperling freut sich ebenfalls – nicht nur, weil einer der ersten Ausstellerverträge nun unterzeichnet sei, sondern „vor allem über das große ehrenamtliche Engagement, das von Anfang an hinter diesem Projekt steckt!“

Zum Projekt: Weltgärten gibt es seit 2005, zahlreiche Elemente des Kamp-Lintforter Gartens werden von dem auf der BuGa Heilbronn 2019 übernommen. Der Weltgarten ist ein Bildungsprojekt für Schüler und Schülerinnen und Erwachsene mit verschiedenen interaktiven Lernstationen und einem Weltladenverkauf mit Kaffeeausschank. Themen wie Fairer Kaffee, Faire Orangen und Nachhaltige Ernährung werden hier zusammen mit Fragen zu ökologischem Landbau, Recycling und den Folgen unseres Konsums, auf einem rund 600 Quadratmeter großen Areal allen Besuchern ein halbes Jahr lang präsentiert. Neben einer großen Außenfläche mit vielen spielerischen Lernmodellen und einem kleinen Café-Bereich, wird es ein Zelt geben, das nicht nur zusätzliches Infomaterial bereithält, sondern auch einen eigenen kleinen Weltladen beheimaten soll.