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Foto: Vorne links: Petra Bellinger, Heinrich Sperling und Lea Pasch, rechts neben dem Roll up Lutz Zemke (1. Vorsitzender Eden e.V.) mit Stephanie Dormann, (2. Vorsitzende) und 2. von rechts Martin Notthoff mit weiteren Mitgliedern von Eden e.V.

Garten Eden unterzeichnete Ausstellervertrag

Vertreter aller Religionsgemeinschaften, die gemeinsam den „Interreligiösen Garten Eden“ auf der Laga bauen und betreiben wollen, fanden sich zur Unterzeichnung des Ausstellervertrages in der Laga-Geschäftsstelle ein. „Die Nachhaltigkeit, die dies Projekt in sich trägt, ist, dass wir hier mit allen Kamp-Lintforter Religionsgemeinschaften seit rund zwei Jahren zusammenkommen und -arbeiten, mit dem Ziel, diesen Garten Eden mit seinem Veranstaltungsprogramm gemeinsam zu realisieren. Diese Zusammenarbeit soll auch über die Laga hinaus weitergehen“, sagt Stephanie Dormann, die 2. Vorsitzende von Eden e.V.. Das verändere im positiven Sinne den Blick, stellte die katholische Religionspädagogin fest: „Jetzt gucke ich anders!“

Es sei der „wesentliche Erfolgsaspekt“ dieser Zusammenarbeit, dass sie in der Stadt ein „friedliches Miteinander“ hervorbringe, ergänzte der 1. Vorsitzende, Lutz Zemke. Immerhin würden die Mitglieder von Eden e.V. letztlich gut die Hälfte der Stadtbevölkerung vertreten. Allein die katholische Pfarrgemeinde St. Josef zähle 13.500, die evangelische Gemeinde Lintfort 8.500 Mitglieder. Zusammen mit den Mitgliedern der weiteren Religionsgemeinschaften, wie der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Kamp-Lintfort, der Neuapostolischen Kirche KampLintfort, der Türkisch-Islamischen Gemeinde Kamp-Lintfort (DITIB), der IGDZ e.V. (Bosnische Moschee Kamp-Lintfort), der Alevitischen Gemeinde und dem LiBV (das ist der Lintforter Integrations- und Bildungsverein) erziele der Verein „eine sehr hohe Reichweite“, so Zemke.

Einer der größeren Ausstellungsbeiträge

Mit 120 000 Euro Gesamtbudget stemme er den Bau (50 000 Euro) des Gartens, und die Personal- und Veranstaltungskosten. Der Garten, der einer der größeren Ausstellungsbeiträge an der zentralen Achse im Ausstellungsbereich ist, bietet die Gelegenheit zum Rückzug allein oder im Gespräch ebenso wie - mit dem zentralen Veranstaltungsplatz mit Bühne – für größere Veranstaltungen. So seien Gottesdienste ebenso geplant, wie Konzerte, Lesungen und unterschiedliche Gebetsveranstaltungen. Für den Auftritt großer Orchester oder Chöre plane Eden e.V. die zentrale Laga-Bühne zu nutzen, so Dormann.

Als „Plattform für landesweit aktive Religionsgemeinschaften“, auch in Bezug auf die Gesamtfinanzierung des Projektes, bezeichnete Laga-Geschäftsführer Martin Notthoff den Interreligiösen Garten. Die Gartenschau sei ja auch eine Landesveranstaltung. Das Bistum Münster, die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR), der Evangelische Kirchenkreis Moers und die Stiftung der Sparkasse Duisburg fördern das Projekt mit namhaften Beträgen. Als zentrale Themen, die das Programm bestimmen, nennt Lutz Zemke „Schöpfungsverantwortung“ – wie gehen wir mit der Welt um?“ oder „Gemeinschaft in Frieden“. Humor und Spaß, Zukunftshoffnung und Frohsinn, dass seien ebenfalls wichtige Stichworte, wirft Werner Bohnen von der Neuapostolischen Kirche ein. Er plane, ein Programm „Aus heiterem Himmel“ anzubieten.

Ehrenamtler gesucht

Für den Garten, der jeden Tag besetzt sein wird und in dem der Verein regelmäßige Angebote machen oder Angebote Dritter koordinieren will, würden noch ehrenamtlich Tätige gesucht, so Stephanie Dormann. Die sollten sich unter www.eden2020.de melden – dort findet man auch den Kontakt zur neuen Projektkoordinatorin, Lea Pasch. Der Verein könne zudem auf einen großen Pool von Gemeindegliedern der unterschiedlichen Religionsgemeinschaften zurückgreifen, betonen die anwesenden Vereinsmitglieder. Insofern sei man optimistisch, eine ausreichend große Besetzung zu finden. „Gartenschauen verändern immer etwas – in den Köpfen, im Bewusstsein, im Zusammengehen, in der Art, wie man sich gegenseitig unterstützt und in der Frage ‚wie stehe ich zu meiner Stadt?‘“, das sei seine Erfahrung, betont Heinrich Sperling, Laga-Geschäftsführer. Sie veränderten aber auch den Umgang mit Räumen, Grün und Umwelt. Sperling zeigte sich begeistert vom Engagement des Vereins, das auch bei dieser Pressekonferenz erneut sichtbar würde – der Garten werde sicher ebenso ein guter Ort der Besinnung und Stille wie einer von interessanten Veranstaltungen werden.