Heimatministerin Ina Scharrenbach übernimmt Baumpatenschaft für Hopfenbuche

Die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, Ina Scharrenbach,besuchte heute früh den Zechenpark im künftigen Laga-Gelände. Sie übernahm die Baumpatenschaft für eine Hopfenbuche auf dem Quartiersplatz und nahm auch selbst eine Schaufel in die Hand. In einem Rundgang mit der Geschäftsführung, den anwesenden Ratsmitgliedern und den Verbandsvertretern der Gärtner ließ sie sich ausführlich das Gelände und den Baufortschritt erläutern.

Brücke zwischen Tradition und Moderne

Ihr sei wichtig, selbst aus einer Gärtnerei stammend, dass „eine Gartenschau auch eine Gartenschau und keine Städtebauausstellung“ sei, so die Ministerin. „Sie schaffen hier in Kamp-Lintfort eine Brücke zwischen Tradition und Moderne mit Zechenpark und Kloster Kamp und mit dem Zechenpark auch eine Brücke zwischen der Siedlung der Bergarbeiter und jener der Steiger und Beamten – daraus können noch einmal ganz neue Perspektiven für das Stadterleben entstehen“, so Ina Scharrenbach. Sie lobte, dass auch der Kinderspielplatz mit den beiden Fördertürmen die Geschichte des Ortes spiegele. Was die Finanzierung angehe, „ziehen alle Ministerien an einem Strang“, betonte Scharrenbach, aus der Städtebauförderung seien bislang 13,9 Millionen Euro bewilligt, sechs Millionen kämen aus dem Umweltministerium und 1,8 Millionen Tourismusförderung aus dem Wirtschaftsministerium.

„Die Kamp-Lintforter stehen wirklich hinter dem Projekt und beteiligen sich auf allen Ebenen“, so Dr. Christoph Müllmann, 1. Beigeordneter von Kamp-Lintfort. Nicht nur die Resonanz auf das Angebot der öffentlichen Baustellenführungen sei beeindruckend, auch bei zahlreichen anderen Veranstaltungen wie den Countdowns oder in den sozialen Netzwerken werde überdeutlich, wie sehr die Bürgerinnen und Bürger den Wandel ihrer Heimat von der Bergbaustadt zur modernen, lebenswerten Familienstadt positiv begleiten. „Wir freuen uns daher sehr, dass die Ministerin uns heute besucht und so ihrer Wertschätzung für die Initiative und den Mut Kamp-Lintforts Ausdruck verleiht!"

Bäume bleiben

„Wir sind sehr dankbar, dass Sie heute bei uns diesen Baum gepflanzt haben, denn die Bäume, die wir heute pflanzen, pflanzen wir für nachfolgende Generationen“, so Heinrich Sperling, Geschäftsführer der Laga GmbH. Die Hopfenbuche habe die Laga für die Patenschaft ausgesucht, weil der Baum „stadtklimafest“ und „anpassungsfähig“ sei, so Sperling. „Wir werden pünktlich fertig“; versicherte er weiter, „Gartenschau verleiht manchmal Flügel“, vieles ginge mit Blick auf den Eröffnungs- und Fertigstellungstermin schneller, so Sperling. Auch einige Themengärtner hätten bereits mit dem Bau der Beiträge begonnen.

Martin Notthoff, Laga-Geschäftsführer, zeigte sich ebenfalls dankbar – für den Ministerinnenbesuch und die bewilligten Fördermittel – ein halbes Jahr dauere die Landesgartenschau, Jahrzehnte die Stadtentwicklung. Damit baue man Zukunft, so Notthoff. Die Kamp-Lintforter pflegten eine „Kultur des miteinander Redens und Verhandelns“, das gelte auch für den Bau der Laga. Deswegen würden auch immer Lösungen gefunden. „Ich freue mich auf den Endspurt!“

„Viele Besucher“ wünschte die Ministerin abschließend den Verantwortlichen und sagte mit Blick auf die geplante IGA im Ruhrgebiet, dass Kamp-Lintfort 2020 „zum Vorbild“ werden könne für die anderen Städte in der „Gestaltung von Heimat“, denn Städte brauchten „Wasser, Grün, Bäume und diese besondere Atmosphäre von Natur und nicht so viel Sichtbeton!“

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Foto: Vordere Reihe (von links): Heinrich Sperling, Geschäftsführer Landesgartenschau, Ulrike Plitt und Sabine Hermann, stellvertretende Bürgermeisterinnen, Dr. Christoph Müllmann, 1. Beigeordneter der Stadt Kamp-Lintfort, Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, Eva Theuerkauf, Präsidentin des Landesverbandes Gartenbau Rheinland e. V., Hans-Christian Eckhardt, VGL NRW sowie Vertreterinnen und Vertreter des Rates und der Gärtnerverbände.